St. Andrä

Über St. Andrä bei Brixen

Auf einer Höhe von 960 Metern gelegen, bietet St. Andrä bei Brixen einen atemberaubenden Panoramablick über die wunderschöne Umgebung. Der malerische Ort verzeichnet durchschnittlich 200 Sonnentage im Jahr und ist Ausgangspunkt für einen Aufstieg zum Würzjochpass, der das Eisack- und Gadertal miteinander verbindet. Obwohl St. Andrä auf den ersten Blick einen idyllischen und beschaulichen Charakter besitzt, ist das Dorfleben durchaus vielfältig und kurzweilig. Immer wieder sorgen reizvolle Veranstaltungen wie beispielsweise die Sommerfeste oder das winterliche “Friday Night Fever” für Unterhaltung und Abwechslung.

„Wer die zahlreichen Zeugnisse hoher Kunst, wer die historischen und volkskundlichen Aspekte und die Blickpunkte erlesener landschaftlicher Schönheit tief in sich aufnehmen will, der wird auf vielen Wegen über dieses Mittelgebirge stets Neues und noch Schöneres erleben“, schreibt Josef Rampold über St. Andrä in seinem Führer „Eisacktal“. „Den schönste Kirchsteig des Tales“ bezeichnet Hans Fink den aussichtsreichen Weg von Klerant nach St. Andrä über die Felder, wo Gräberfunde den Namen von der „Mellauner Kultur“ geprägt haben. Wen wundert es, dass auf diesem fruchtbaren, sonnigen Westhang der Plose schon ein Jahrtausend v. Chr. bis heute ohne Unterbrechung Menschen in lockerer Bauweise gehaust haben.

St. Andrä war mit den umliegenden Weilern und mit Afers bis 1941 eine eigenständige Gemeinde. Unter dem faschistischen Regime streckte die Stadtgemeinde Brixen seine Fühler nicht nur über den Ploseberg, sondern auch über den gegenüberliegenden Pfeffersberg, über Milland, Sarns, Albeins und Elvas aus und verschluckte die ländlichen Ortschaften. Somit verlor St. Andrä seine gemeindepolitische Eigenständigkeit, blieb jedoch Katastralgemeinde und eigenständige Pfarrei.

Seit dem Jahre 2014 betreut Pfarrer Konrad Gasser aus Villanders die beiden Pfarreien St. Andrä und Afers. Die Pfarrkirche zum Hl. Andreas gilt der Volksüberlieferung nach als die älteste der ganzen Gegend und wird in ihrem Alter wohl nur der Urpfarre Albeins übertroffen. Kunsthistorische Jubele mit den stilvollen Malereien aus gotischer Zeit sind die Filialkirchen von Klerant, Mellaun und Karnol. Die Valentinskirche beim Mistrolerhof wurde durch die Franzosen 1809 in Brand gesetzt. Die Filialkirche St. Leonhard zeigt sich heute in der malerischen Ausstattung des Innsbrucker Malers Toni Kirchmair aus dem Jahre 1920. Der Pfarrer und die vielen Vereine halten durch vielfältige Aktivitäten die Gemeinschaft von St. Andrä zusammen und gestalten so eine lebendige Heimat der „Bergler“.

Ab dem Jahre 1980 setzte im Ortskern von St. Andrä eine rege Bautätigkeit ein. Viele junge Familien zogen in ein Eigenheim ein. Die umliegenden Fraktionen bewahrten ihren ländlichen Charakter, wenn auch die Anzahl der eigenständig bewirtschafteten Höfe stark gesunken ist. Trotz Stadtnähe kann in St. Andrä und in den umliegenden Fraktionen von einer Landflucht keine Rede sein, vielmehr nahm die Bevölkerung der Pfarrgemeinde in den letzten 35 Jahren von etwa 1.400 Personen des Jahres 1980 um ca. 300 Personen zu.

Einwohner 01.01.2015: 2.274

Derzeit ist es der Mehrheit der St. Andräer ein großes Anliegen, dass der Skibetrieb auf ihrem Hausberg, der Plose, weitergeführt wird. Es geht nicht nur um den Verlust der Touristen, die skifahren wollen, nicht nur um den Verlust vieler Arbeitsplätze sondern auch um die Jugend, die eine beliebte und gesunde Freizeittätigkeit vor der Haustür verliert. Diese Anliegen dürfte nicht nur St. Andrä, sondern die Stadt Brixen mit den umliegenden Gemeinden gleichgültig lassen.

Das Vereinsleben von St. Andrä bei Brixen

Das Vereinsleben spielt in dem bezaubernden Dorf eine große Rolle und wird von Tradition und Brauchtum geprägt. Ob Schützen, Freiwillige Feuerwehr, Bauernjugend, Heimatbühne oder Musikkapelle: Die Vereine haben seit jeher einen positiven Einfluss auf die Gemeinschaft und das Dorfleben. Sie setzen in vielerlei Hinsicht Akzente und widmen sich mit großer Hingabe und einem außerordentlichen Engagement den unterschiedlichsten Zielen. Nicht zuletzt tragen sie mit ihren kulturellen Veranstaltungen auch immer wieder dazu bei, dass sich Einheimische und Gäste näherkommen und nicht selten sogar echte Freundschaften entstehen.

St. Andrä bei Brixen: beliebter Ferienort mit behaglichen und komfortablen Unterkünften

Gastfreundschaft und Herzlichkeit werden bei uns großgeschrieben: St. Andrä mit dem eindrucksvollen Gebirgsstock Plose ist ein Urlaubsziel für jeden Geschmack und für jeden Anspruch. Ob komfortables Hotel, gemütliche Ferienwohnung oder rustikaler Bauernhof: Entdecken Sie die ganze Vielfalt unserer charmanten Unterkünfte und lassen Sie sich von dem ganz charakteristischen und so behaglichen Südtiroler Einrichtungsstil begeistern. Ihre Gastgeber sorgen für ein Ambiente, das keine Wünsche offenlässt und für eine entspannende Auszeit vom Alltag wie geschaffen ist.

Die Plose: zu jeder Jahreszeit ein optimales Ziel

Auf der Plose befinden sich mehrere Gipfel, die zum größten Teil über 2000 Meter hoch sind. Aufgrund der sanft verlaufenden Kuppen eignet sich das gesamte Gebiet hervorragend zum Skifahren. Es gibt zahlreiche moderne Liftanlagen, die für eine schnelle und sichere Beförderung der Wintersportler sorgen. Ein besonderes Highlight ist die Trametsch-Piste: Mit beachtlichen neun Kilometern ist sie die längste Abfahrt in Südtirol.
Im Sommer ist die Plose dagegen ein herrliches Wandergebiet, das seine Besucher mit einem spektakulären Panoramablick verwöhnt. Etwas westlich von der Pfannspitze befindet sich die Plosehütte, die bereits im Jahre 1887 erbaut und im Laufe der Zeit mehrfach saniert und umgebaut wurde.